Astronomiekalender 2026

Astrofotografie & Himmelsereignisse – Erläuterungen zu den Monatsmotiven  |  Verwendete Instrumente

Startseite

Willkommen zum Astronomiekalender 2026.

Dieser Kalender begleitet durch das astronomische Jahr 2026 und zeigt ausgewählte Himmelsobjekte, Ereignisse und Astrofotografien.

Zu jedem Monat finden Sie hier eine kurze Erläuterung zum Motiv, Hinweise zur Aufnahme sowie weiterführende Informationen.

🔍 Zu den verwendeten Instrumenten

↓ Zur Monatsübersicht

Vergleichsaufnahme M31 mit Seestar S50
Vergleichsaufnahme M31 mit Seestar S50 - 18.12.2025 - 149x30 Sekunden
Astronomiekalender 2026 – Startmotiv
Astronomiekalender 2026 – Titelmotiv

Objekt: Andromedagalaxie (M31)

Sternbild: Andromeda
Rektaszension (RA): 00h 42m
Deklination (Dec): +41° 16′
Helligkeit: ca. 3,4 mag

Allgemeine Informationen:
Die Andromedagalaxie ist die uns am nächsten gelegene große Spiralgalaxie und kann unter dunklem Himmel bereits mit bloßem Auge erkannt werden. Sie ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und ein beliebtes Objekt für Beobachtung und Astrofotografie. Die Masse von M31 (Andromedagalaxie) (in Sonnenmassen) beträgt ca. 1-1,5 × 1012 M☉.

Objekt: Blasennebel (NGC 7635)

Sternbild: Kassiopeia
Rektaszension (RA): 23h 20m
Deklination (Dec): +61° 12′
Helligkeit: ca. 10,0 mag

Allgemeine Informationen:
Der Blasennebel ist ein Emissionsnebel, der durch den starken Sternwind eines massereichen Zentralsterns entsteht. Dieser formt eine nahezu kugelförmige Gasblase innerhalb einer größeren Nebelregion. NGC 7635 ist besonders ein beliebtes Objekt für die Astrofotografie und zeigt seine Struktur eindrucksvoll in Schmalbandaufnahmen (Hα, O III). Die Entfernung beträgt etwa 7.100 Lichtjahre. Die Masse von NGC 7635 (Blasennebel) (in Sonnenmassen) beträgt ca. 10-50 M☉.

Objekt: Offener Sternhaufen M52 (NGC 7654)

Sternbild: Kassiopeia
Rektaszension (RA): 23h 24m
Deklination (Dec): +61° 35′
Helligkeit: ca. 6,9 mag

Allgemeine Informationen:
M52 ist ein dichter, kompakter offener Sternhaufen mit mehreren hundert Sternen. Er liegt in einer sternreichen Region der Milchstraße nahe dem Blasennebel (NGC 7635). Bereits in kleineren Teleskopen gut sichtbar, eignet sich M52 hervorragend als ergänzendes Objekt in Weitfeldaufnahmen zusammen mit umliegenden Nebelstrukturen. Die Entfernung beträgt etwa 5.000 Lichtjahre. Die Masse von M52 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 2 000-3 000 M☉.

Monatsbild Januar 2026
NGC 7635, M52
Monatsbild Januar 2026
NGC 7635, M52 als Gesamtbild - Originalaufnahme

Objekt: Walgalaxie (NGC 4631)

Aufnahmedaten: 30x60 Sekunden, 29.06.2025, RASA8 / ASI2600MC

Sternbild: Jagdhunde (Canes Venatici)
Rektaszension (RA): 12h 42m
Deklination (Dec): +32° 32′
Helligkeit: ca. 9,2 mag

Allgemeine Informationen:
Die Walgalaxie ist eine markante, stark geneigte Spiralgalaxie, deren langgestreckte Form an einen Wal erinnert. Sie zeigt ausgeprägte Staubstrukturen und intensive Sternentstehung, ausgelöst durch gravitative Wechselwirkungen mit Begleitgalaxien. Besonders auffällig ist der ausgedehnte Halo aus Gas und Sternen, der in tiefen Aufnahmen sichtbar wird. Die Entfernung beträgt etwa 25 Millionen Lichtjahre. Die Masse von NGC 4631 (Walgalaxie) (in Sonnenmassen) beträgt ca. 3-6 × 1010 M☉.

Objekt: Hockeyschläger-Galaxie (NGC 4656)

Sternbild: Jagdhunde (Canes Venatici)
Rektaszension (RA): 12h 44m
Deklination (Dec): +32° 10′
Helligkeit: ca. 10,5 mag

Allgemeine Informationen:
NGC 4656 ist eine stark verzerrte Spiral- bzw. irreguläre Galaxie, deren auffällige, gebogene Form an einen Hockeyschläger erinnert. Sie steht in enger Wechselwirkung mit der benachbarten Walgalaxie NGC 4631, was zu intensiver Sternentstehung und ausgeprägten Staubstrukturen geführt hat. In tiefen Aufnahmen zeigt sich die Galaxie als langgestrecktes, dynamisches System mit hohem fotografischem Reiz. Die Entfernung beträgt etwa 30 Millionen Lichtjahre. Die Masse von NGC 4656 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 1-2 × 1010 M☉.

Monatsbild Februar 2026
NGC 4631 (im Bild fehlerhaft als NGC6431 genannt), NGC 4556

Objekt: Irisnebel (NGC 7023)

Sternbild: Kepheus
Rektaszension (RA): 21h 01m
Deklination (Dec): +68° 10′
Helligkeit: ca. 6,8 mag

Allgemeine Informationen:
Der Irisnebel ist ein ausgeprägter Reflexionsnebel, der das Licht eines jungen, heißen Zentralsterns reflektiert. Seine charakteristische bläuliche Farbe entsteht durch die Streuung des Sternlichts an feinen Staubpartikeln. NGC 7023 liegt in einer ausgedehnten Staubregion und ist ein beliebtes Objekt für die Astrofotografie, insbesondere mit Weitfeld- und mittleren Brennweiten. Die Entfernung beträgt etwa 1.300 Lichtjahre. Die Masse von NGC 7023 (Irisnebel) (in Sonnenmassen) beträgt ca. 100-300 M☉.

Monatsbild März 2026
NGC 7023, Irisnebel
Monatsbild März 2026
Seestar S50 (21.06.2025) 960x10 Sekunden

Objekt: Quallennebel (IC 443)

Sternbild: Zwillinge
Rektaszension (RA): 06h 17m
Deklination (Dec): +22° 21′
Helligkeit: ca. 12,0 mag

Allgemeine Informationen:
IC 443 ist der Überrest einer Supernova, die vor etwa 30 000 Jahren explodierte. Der Nebel besteht aus komplexen, filamentartigen Gasstrukturen, die an eine Qualle erinnern. Durch die Wechselwirkung der Stoßfront mit umgebenden Molekülwolken zeigt IC 443 besonders ausgeprägte Emissionsbereiche. Fotografisch ist der Quallennebel ein anspruchsvolles, aber sehr eindrucksvolles Objekt, das vor allem in Schmalbandaufnahmen (Hα, O III) seine volle Struktur zeigt. Die Entfernung beträgt etwa 5.000 Lichtjahre. Die Masse von IC 443 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 20-30 M☉.

Monatsbild April 2026
IC 443 Quallennebel

Objekt: Spinnennebel (IC 417)

Sternbild: Fuhrmann
Rektaszension (RA): 05h 28m
Deklination (Dec): +34° 25′
Helligkeit: ca. 10 mag

Allgemeine Informationen:
IC 417 ist ein ausgedehnter Emissionsnebel in einer aktiven Sternentstehungsregion des Sternbilds Fuhrmann. Seine filamentartige Struktur erinnert an die Beine einer Spinne, woraus sich der gebräuchliche Name „Spinnennebel“ ableitet. Der Nebel steht in enger Verbindung mit dem offenen Sternhaufen M36, dessen heiße Sterne die umgebenden Gaswolken zum Leuchten anregen. IC 417 ist besonders für die Astrofotografie interessant und zeigt sich eindrucksvoll in Schmalbandaufnahmen (Hα, O III). Die Entfernung beträgt etwa 7.100 Lichtjahre. Die Masse von IC 417 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 1 000-10 000 M☉.

Objekt: Offener Sternhaufen NGC 1907

Sternbild: Fuhrmann
Rektaszension (RA): 05h 28m
Deklination (Dec): +35° 19′
Helligkeit: ca. 8,2 mag

Allgemeine Informationen:
NGC 1907 ist ein kompakter, relativ alter offener Sternhaufen und liegt in unmittelbarer Nähe des helleren Sternhaufens M38. Aufgrund dieser Nachbarschaft wird er häufig gemeinsam mit M38 beobachtet und fotografiert. NGC 1907 enthält zahlreiche schwache Sterne und wirkt visuell eher dicht gedrängt, was ihn zu einem interessanten Vergleichsobjekt innerhalb des Sternbilds Fuhrmann macht. Die Entfernung beträgt etwa 4.500 Lichtjahre. Die Masse von NGC 1907 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 1 500 M☉.

Objekt: Offener Sternhaufen M38 (NGC 1912)

Sternbild: Fuhrmann
Rektaszension (RA): 05h 28m
Deklination (Dec): +35° 50′
Helligkeit: ca. 7,4 mag

Allgemeine Informationen:
M38 ist ein heller, relativ großflächiger offener Sternhaufen mit einer charakteristischen, kreuzähnlichen Struktur. Er gehört zu den bekanntesten Sternhaufen im Wintersternbild Fuhrmann und ist bereits in kleinen Teleskopen gut auflösbar. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Sternhaufen M36, M37 sowie NGC 1907, was diese Region besonders attraktiv für Beobachtung und Astrofotografie macht. Die Entfernung beträgt etwa 4.200 Lichtjahre. Die Masse von M38 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 2 000-3 000 M☉.

Monatsbild Mai 2026
IC 417, NGC 1907, M 38

Objekt: Krebsnebel (M1 / NGC 1952)

Sternbild: Stier
Rektaszension (RA): 05h 34m
Deklination (Dec): +22° 01′
Helligkeit: ca. 8,4 mag

Allgemeine Informationen:
Der Krebsnebel ist der Überrest einer Supernova, die im Jahr 1054 von chinesischen und arabischen Astronomen beobachtet wurde. Er besteht aus einem komplexen Netzwerk aus Gasfilamenten, die sich mit hoher Geschwindigkeit ausdehnen. Im Zentrum befindet sich ein schnell rotierender Neutronenstern, der sogenannte Krebs-Pulsar. M1 ist ein klassisches Objekt für Beobachtung und Astrofotografie und zeigt besonders in Schmalbandaufnahmen (Hα, O III) seine eindrucksvollen Strukturen. Die Entfernung beträgt etwa 6.500 Lichtjahre. Die Masse von M1 (Krebsnebel) (in Sonnenmassen) beträgt ca. 4-5 M☉.

Monatsbild Juni 2026
M1

Objekt: Kokon-Nebel (IC 5146)

Sternbild: Schwan
Rektaszension (RA): 21h 53m
Deklination (Dec): +47° 16′
Helligkeit: ca. 7,2 mag

Allgemeine Informationen:
IC 5146 ist ein kombinierter Emissions- und Reflexionsnebel in einer aktiven Sternentstehungsregion. Der Nebel ist mit einer ausgedehnten, dunklen Staubwolke verbunden, die sich als markanter Dunkelnebel (Barnard 168) durch das Sternfeld zieht. Der Kokon-Nebel ist ein beliebtes Objekt für die Astrofotografie und zeigt sowohl in RGB- als auch in Schmalbandaufnahmen feine Strukturen. Die Entfernung beträgt etwa 2.500 Lichtjahre. Die Masse von IC 5146 (Kokon-Nebel) (in Sonnenmassen) beträgt ca. 1 000-2 000 M☉.

Monatsbild Juli 2026
IC 5146 Kokon-Nebel

Objekt: Gamma-Cygni-Nebel (IC 1318)

Sternbild: Schwan
Rektaszension (RA): 20h 22m
Deklination (Dec): +40° 15′
Helligkeit: ca. 7,0 mag (integriert)

Allgemeine Informationen:
IC 1318 ist ein ausgedehnter Emissionsnebel in der Umgebung des hellen Sterns Gamma Cygni (Sadr). Der Nebel besteht aus mehreren filigranen Gas- und Staubstrukturen, die sich über ein großes Himmelsareal erstrecken. Aufgrund seiner geringen Flächenhelligkeit ist IC 1318 visuell schwierig, zeigt jedoch in der Astrofotografie, insbesondere in Schmalbandaufnahmen (Hα, O III), beeindruckende Details und Kontraste. Die Entfernung beträgt etwa 3.700 Lichtjahre. Die Masse von IC 1318 (Gamma-Cygni-Nebel) (in Sonnenmassen) beträgt ca. 1 000-10 000 M☉.

Monatsbild August 2026
IC 1318 Gamma-Cygni-Nebel

Objekt: Reflexionsnebel vdB 136

Sternbild: Kepheus
Rektaszension (RA): ca. 21h 01m
Deklination (Dec): ca. +68° 10′
Helligkeit: sehr lichtschwach (keine eindeutige Magnitude)

Allgemeine Informationen:
vdB 136 ist ein schwacher Reflexionsnebel aus dem Katalog von Sidney van den Bergh. Er besteht aus interstellarem Staub, der das Licht benachbarter Sterne reflektiert, ohne selbst stark zu emittieren. Der Nebel liegt in einer staubreichen Region des Sternbilds Kepheus und ist nur fotografisch nachweisbar. In tiefen RGB-Aufnahmen zeigt vdB 136 feine, bläulich schimmernde Staubstrukturen und eignet sich besonders für Weitfeld- und Staubaufnahmen unter sehr dunklem Himmel. Die Entfernung beträgt etwa 2.500 Lichtjahre. Die Masse von vdB 136 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 50-200 M☉.

Monatsbild September 2026
vdB 136

Objekt: Emissionsnebel Sh2 171 (NGC 7822 / Ced 214)

Sternbild: Kepheus
Rektaszension (RA): ca. 00h 03m
Deklination (Dec): ca. +67° 09′
Helligkeit: sehr lichtschwach (keine eindeutige Magnitude)

Allgemeine Informationen:
Sh2 171 ist ein ausgedehnter H II-Emissionsnebel in einer aktiven Sternentstehungsregion im Sternbild Kepheus. Das Objekt ist auch unter den Bezeichnungen NGC 7822 und Ced 214 bekannt und enthält markante dunkle Staubsäulen sowie leuchtende Gasfronten, die von jungen, massereichen Sternen ionisiert werden. Aufgrund seiner geringen Flächenhelligkeit ist Sh2 171 visuell kaum wahrnehmbar, entfaltet jedoch in tiefen Schmalbandaufnahmen (Hα, O III, S II) eine eindrucksvolle, detailreiche Struktur. Die Entfernung beträgt etwa 2.900 Lichtjahre. Die Masse von Sh2-171 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 104-105 M☉.

Monatsbild Oktober 2026
Sh2-171 (NGC 7822 / Ced 214)

Objekt: Spiralgalaxie NGC 5033

Sternbild: Jagdhunde (Canes Venatici)
Rektaszension (RA): 13h 13m
Deklination (Dec): +36° 36′
Helligkeit: ca. 10,8 mag

Allgemeine Informationen:
NGC 5033 ist eine große, relativ nahe Spiralgalaxie, die unserer Blickrichtung nur mäßig geneigt ist. Sie zeigt eine ausgeprägte Staubstruktur sowie aktive Sternentstehungsgebiete entlang ihrer Spiralarme. Im Zentrum befindet sich ein aktiver Galaxienkern (AGN), der der Galaxie zusätzliche wissenschaftliche Bedeutung verleiht. Fotografisch ist NGC 5033 ein lohnendes Objekt, das bei ausreichender Belichtungszeit feine Staubbänder und unregelmäßige Spiralstrukturen erkennen lässt. Die Entfernung beträgt etwa 40 Millionen Lichtjahre. Die Masse von NGC 5033 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 1-2 × 1011 M☉.

Objekt: Spiralgalaxie NGC 5005

Sternbild: Jagdhunde (Canes Venatici)
Rektaszension (RA): 13h 11m
Deklination (Dec): +37° 03′
Helligkeit: ca. 9,8 mag

Allgemeine Informationen:
NGC 5005 ist eine große, helle Spiralgalaxie mit ausgeprägten Staubbändern und einer auffälligen zentralen Struktur. Sie besitzt einen aktiven Galaxienkern (LINER/Seyfert-Typ), was auf Prozesse im Umfeld eines supermassereichen Schwarzen Lochs hindeutet. Fotografisch zeigt NGC 5005 bei ausreichender Belichtungszeit feine Details in den Spiralarmen sowie einen deutlichen Helligkeitskontrast zwischen Kern und Scheibe. Die Entfernung beträgt etwa 65 Millionen Lichtjahre. Die Masse von NGC 5005 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 2-4 × 1011 M☉.

Objekt: Supernova SN 2025myn

Sternbild: Jagdhunde (Canes Venatici)
Rektaszension (RA): ca. 13h 11m
Deklination (Dec): ca. +37°
Helligkeit: variabel (zum Zeitpunkt der Entdeckung im Bereich von ca. 14 mag)

Allgemeine Informationen:
SN 2025mvn (nicht 2025 myn wie im Bild vermerkt) ist eine im Jahr 2025 entdeckte Typ II Supernova in der fernen Galaxie NGC 5033 im Sternbild Jagdhunde. Die Helligkeit schwankte um 14.8 mag (R-Band) zu ihrem Höhepunkt, aber war schwierig zu messen wegen der Nähe zum hellen Galaxienkern. Supernovae entstehen durch das katastrophale Ende eines Sterns oder durch thermonukleare Explosionen in Doppelsternsystemen. Während ihres Helligkeitsmaximums können sie ihre Wirtsgalaxie deutlich überstrahlen, bevor sie über Wochen bis Monate wieder verblassen. SN 2025myn stellt ein zeitlich begrenztes, wissenschaftlich wie fotografisch besonders interessantes Objekt dar. Die Entfernung beträgt etwa 40 Millionen Lichtjahre.

Thema: Supernova-Typen I und II – Unterschiede

Typ I (ohne Wasserstofflinien):
Supernovae vom Typ I zeigen im Spektrum keine Wasserstofflinien. Häufigster und wichtigster Untertyp ist Typ Ia: Ein Weißer Zwerg in einem Doppelsternsystem sammelt Materie vom Begleitstern. Wird eine kritische Masse erreicht, kommt es zu einer thermonuklearen Explosion, die den Weißen Zwerg meist vollständig zerstört. Typ Ia-Supernovae erreichen oft ähnliche Maximalhelligkeiten und eignen sich daher als Standardkerzen zur Entfernungsmessung.

Typ II (mit Wasserstofflinien):
Supernovae vom Typ II entstehen durch den Kernkollaps eines massereichen Sterns (typischerweise > 8 Sonnenmassen). Wenn der Brennstoff im Kern aufgebraucht ist, kollabiert der Kern unter der eigenen Gravitation; die äußeren Schichten werden explosionsartig abgestoßen. Im Spektrum sind deutliche Wasserstofflinien sichtbar. Als Überrest bleibt häufig ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch zurück.

Wichtigste Unterschiede:
Typ I: kein Wasserstoff, thermonuklear (häufig Weißer Zwerg), meist kein kompakter Überrest.
Typ II: Wasserstoff vorhanden, Kernkollaps (massereicher Stern), Überrest: Neutronenstern oder Schwarzes Loch.

Monatsbild November 2026
NGC 5033

Objekt: Orionnebel (M42 / NGC 1976)

Sternbild: Orion
Rektaszension (RA): 05h 35m
Deklination (Dec): −05° 23′
Helligkeit: ca. 4,0 mag

Allgemeine Informationen:
Der Orionnebel ist eines der hellsten und bekanntesten Sternentstehungsgebiete am Nachthimmel. In seinem Inneren befinden sich junge, heiße Sterne, insbesondere das sogenannte Trapezium, deren intensive Strahlung die umgebenden Gas- und Staubwolken zum Leuchten anregt. M42 ist bereits mit bloßem Auge sichtbar und zeigt sowohl visuell als auch fotografisch eine enorme Detailvielfalt. Er gilt als Paradeobjekt für Beobachtung, Astrofotografie und Einsteiger in die Deep-Sky-Astronomie. Die Entfernung beträgt etwa 1.344 Lichtjahre. Die Masse von M 42 (in Sonnenmassen) beträgt ca. 2.000 M☉.

Monatsbild Dezember 2026
M42 Orionnebel

Koordinatenübersicht der Kalenderobjekte (J2000)

Objekt Sternbild Rektaszension (RA) Deklination (Dec)
M31 (Andromedagalaxie) Andromeda 00h 42m +41° 16′
NGC 7635 (Blasennebel) Kassiopeia 23h 20m +61° 12′
M52 Kassiopeia 23h 24m +61° 35′
NGC 4656 Jagdhunde 12h 44m +32° 10′
NGC 7023 (Irisnebel) Kepheus 21h 01m +68° 10′
IC 443 Zwillinge 06h 17m +22° 21′
IC 417 Fuhrmann 05h 28m +34° 25′
NGC 1907 Fuhrmann 05h 28m +35° 19′
M38 Fuhrmann 05h 28m +35° 50′
M1 (Krebsnebel) Stier 05h 34m +22° 01′
IC 5146 (Kokon-Nebel) Schwan 21h 53m +47° 16′
IC 1318 (Gamma-Cygni-Nebel) Schwan 20h 22m +40° 15′
IC 1218 Schwan 21h 33m +51° 02′
vdB 136 Kepheus 21h 01m +68° 10′
Sh2-171 (NGC 7822) Kepheus 00h 03m +67° 09′
NGC 5033 Jagdhunde 13h 13m +36° 36′
NGC 5005 Jagdhunde 13h 11m +37° 03′
M42 (Orionnebel) Orion 05h 35m −05° 23′
SN 2025mvn Jagdhunde ca. 13h 11m ca. +37°

Hinweis: Die Koordinaten sind auf Epoche J2000 bezogen und leicht gerundet; für Astrofotografie und Beobachtungsplanung sind sie jedoch vollkommen ausreichend.

Verwendete Instrumente

↑ Zum Seitenanfang

In diesem Astronomiekalender wurden die dargestellten Motive mit einem RASA 8 und einer ASI2600MC aufgenommen.
Die folgende Übersicht gibt einen Einblick in das verwendete Equipment.

Teleskope & Optiken

  • Reflektor: RASA 8" - Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph 8-Zoll f/2.0
    Die kurze Brennweite von 400 mm bei einer Öffnung von 203 mm bietet ein großes Gesichtsfeld, ideal für ausgedehnte Nebel und Sternfelder.

Kameras

  • Astrokamera: ZWO ASI2600MC: Sony IMX571, APS-C-Format, Farbsensor, rückseitig belichtet (Back-Illuminated).
    Auflösung: 26 Megapixel (6248 x 4176 Pixel). Pixelgröße: 3,76 µm.

Montierungen & Nachführung

  • ZWO AM5 - Harmonic Drive Montierung
  • Sky-Watcher EQ6-R Pro SynScan

Teleskop/Montierungssteuerung

  • ZWO ASI PRO, ZWO ASI AIR
  • Fokussierer: ZWO ASI EAF

Software

  • Aufnahmesteuerung: ASIAIR App
  • Nachbearbeitung: PixInsight, ASTAP, AstroPixelProzessor, PaintNet

Aufnahmeorte

  • Roßtal
  • Aich, Steiermark
RASA 8 mit EQ6R Pro
RASA 8 mit EQ6R Pro
RASA 8 mit ZWO AM5
RASA 8 mit ZWO AM5 und Seestar S50

Legende – Einheiten, Vergleich & Schreibweisen

Größe Symbol / Einheit Wert Erläuterung
Masse (Sonne) M☉ 1 M☉ Referenzwert für Sonnenmassen
Masse (Sonne in g) g 1,99 × 1033 g = 1 990 000 000 000 000 000 000 000 000 g
Masse (Erde) M☉ 3,0 × 10−6 M☉ Erde ist ca. 333 000-mal leichter als die Sonne
Masse (Erde in g) g 5,97 × 1027 g = 5 970 000 000 000 000 000 000 000 g
Entfernung Erde-Sonne km 149 600 000 km 1 Astronomische Einheit (AE)
Lichtjahr Lj 9,46 × 1012 km = 9 460 000 000 000 km
Himmelskoordinate RA Stunden / Minuten Rektaszension (vergleichbar mit Längengrad)
Himmelskoordinate Dec Grad Deklination (vergleichbar mit Breitengrad)
Helligkeit mag dimensionslos Kleinere Werte = hellere Objekte
Zehnerpotenz 103 1 000 drei Nullen
Zehnerpotenz 106 1 000 000 sechs Nullen
Zehnerpotenz 109 1 000 000 000 neun Nullen
Zehnerpotenz 1012 1 000 000 000 000 zwölf Nullen

Hinweis: Wissenschaftliche Schreibweisen (z. B. 1012) werden verwendet, um sehr große oder sehr kleine Zahlen übersichtlich darzustellen.

Was bedeutet „mag“ (Magnitude)?

mag steht für Magnitude und ist ein Maß für die Helligkeit eines Himmelsobjekts. Wichtig ist: Je kleiner (oder negativer) der mag-Wert, desto heller erscheint das Objekt.

Die Magnitudenskala ist logarithmisch: Ein Unterschied von 5 mag entspricht einem Helligkeitsfaktor von genau 100. Damit gilt als Faustregel: 1 mag Unterschied bedeutet etwa den Faktor 2,512 in der Helligkeit.

Scheinbare Helligkeit (m):
Die scheinbare Helligkeit (auch apparent magnitude) beschreibt, wie hell ein Objekt von der Erde aus wirkt. Sie hängt daher nicht nur von der echten Leuchtkraft des Objekts ab, sondern auch stark von der Entfernung (und ggf. von Staub in der Sichtlinie). Beispiel: Ein weit entfernter, sehr heller Stern kann am Himmel schwächer erscheinen als ein naher, weniger leuchtkräftiger Stern.

Absolute Helligkeit (M):
Die absolute Helligkeit (auch absolute magnitude) ist ein Vergleichswert: Sie gibt an, wie hell ein Objekt wäre, wenn es sich in einer fest definierten Entfernung von 10 Parsec (ca. 32,6 Lichtjahre) befinden würde. Dadurch kann man die intrinsische Leuchtkraft verschiedener Objekte miteinander vergleichen, unabhängig von ihrer Entfernung.

Hinweis: In den Objekt-Steckbriefen ist mit „Helligkeit“ in der Regel die scheinbare Helligkeit (m) gemeint.